Henrike Grohs-Preis für afrikanische Künstler

Heinrike Grohs Bild vergrößern (© Laurence Bonvin)

Neue Auszeichnung des Goethe-Instituts und der Familie Grohs: Henrike Grohs-Preis für afrikanische Künstler
In Andenken an Henrike Grohs, die am 13. März 2016 bei einem terroristischen Attentat in der Côte d’Ivoire ums Leben kam, haben das Goethe-Institut und die Familie Grohs einen Preis ausgerufen.
Der Henrike Grohs-Preis würdigt die Lebensleistung der ehemaligen Leiterin des Goethe-Instituts Abidjan und möchte ihr besonderes Anliegen fortführen, afrikanische Kulturschaffende zu unterstützen und einen Beitrag zum internationalen Dialog zu leisten.
„Henrike Grohs war eine Kollegin, die für die verbindende Kraft der Kultur stand. Ihr Engagement am Goethe-Institut galt dem Beitrag, den Künstlerinnen und Künstler aus Afrika in ihren Gesellschaften, auf dem Kontinent und für den globalen Diskurs leisten können. Mit dem Henrike Grohs-Preis möchten wir diesen Beitrag auszeichnen und herausragende afrikanische Kulturschaffende prämieren“, sagt Johannes Ebert, Generalsekretär des Goethe-Instituts.
Die mit 20.000 € dotierte Auszeichnung soll einmal jährlich an einen oder mehrere Preisträger aus den Bereichen Bildende Kunst, Tanz, Theater, Musik, Film oder Fotografie vergeben werden und steht auch interdisziplinär arbeitenden Künstlern offen.
Die Preisträger werden von einer Jury ausgewählt, zu der anerkannte afrikanische Vertreter verschiedener Kultursparten sowie ein Vertreter des Goethe-Instituts gehören. Die Auszeichnung richtet sich an Künstlerinnen und Künstler unter 40 Jahren, die ihren Lebens- und Arbeitsmittelpunkt auf dem afrikanischen Kontinent haben. Das wichtigste Kriterium der Auswahl ist die künstlerische Qualität; eine große Rolle spielen auch partnerschaftliche Zusammenarbeit, die Weitergabe von Wissen an andere Künstler und soziales Engagement. Der Preis wird einmal im Jahr vergeben. Das Preisgeld kann an einen oder auch mehrere Künstler vergeben werden. Einzelheiten zum Nominierungsverfahren gibt das Goethe-Institut separat bekannt.
Henrike Grohs verstarb am 13. März 2016 bei einem terroristischen Attentat in der Côte d’Ivoire, bei dem weitere 14 Menschen ums Leben kamen. Die studierte Ethnologin leitete seit 2013 das Goethe-Instituts Côte d’Ivoire. Sie ist Mitgründerin des Projekts „Next - Interkulturelle Projekte“ im Haus der Kulturen der Welt in Berlin und war bis 2009 Mitinhaberin. Zwischen 2002 und 2009 war sie als Projektmanagerin beim Education-Programm der Berliner Philharmoniker tätig. 2009 wechselte sie als Referentin für Kultur und Entwicklung an das Goethe-Institut in Südafrika. Sie wurde 51 Jahre alt.
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